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Selbstmotivation: Mit diesen 10 Tipps kommst du deinen Zielen näher

Einen Blogartikel über Selbstmotivation schreiben: soweit der Plan. Nun sitze ich hier, das Thema ist recherchiert, Stichpunkte gemacht und die Struktur festgelegt. Da kann doch eigentlich gar nichts schiefgehen. Aber irgendwie fehlt es mir an Motivation. „Na, das passt ja“, denke ich.

Nachdem ich mich bereits das hundertste Mal mit anderen Aufgaben oder dem wirklich dringenden Essen eines Marmeladenbrotes abgelenkt habe, fasse ich einen Entschluss: So kann es wirklich nicht weitergehen. Wenn ich über Tipps zur Selbstmotivation schreiben möchte, sollte ich sie auch selbst anwenden. Das ist nur fair. Mit welchen Tipps du deine Selbstmotivation steigern kannst, erfährst du jetzt in diesem Artikel. Ob es mir gelungen ist, sie anzuwenden, verrate ich dir am Ende.

Was bedeutet überhaupt Selbstmotivation?

Das Wort Motivation ist abgeleitet vom lateinischen Wort „movere“, was so viel wie „bewegen“ bedeutet. Sind wir motiviert, etwas zu tun, setzen wir uns in Bewegung. Sind wir hingegen unmotiviert, kommen wir nicht vom Fleck.

Selbstmotivation ist wie ein innerer Motor. Sie ist die Fähigkeit, dich selbst aus eigenem Antrieb in Bewegung zu setzen, um deine Ziele zu erreichen.

10 Tipps, um deinen inneren Schweinehund zu überwinden

Was uns oft im Weg steht, wenn wir uns selbst motivieren wollen, ist unser innerer Schweinehund. Überwinden wir ihn, können wir unseren Zielen näherkommen. Um dich genau dabei zu unterstützen, haben wir 10 Tipps für dich zusammengestellt.

1 Reise gedanklich in die Zukunft

Bevor du mit deiner Aufgabe oder deinem Vorhaben startest, schließe deine Augen. Stelle dir vor, dass du mit dem, was du dir vorgenommen hast, bereits fertig bist. Wie fühlt sich das an? Wo in deinem Körper kannst du das spüren? Diese positive Zukunftsvision kann deine Selbstmotivation steigern.

2Weise deinen inneren Schweinehund in die Schranken

„Hey du! Ist ja nett, dass du mich so gerne hast, aber ich kann dich grad wirklich nicht gebrauchen!“ – um deinen inneren Schweinehund überwinden zu können, kannst du gerne mit ihm reden. Vielleicht fällt dir auch ein guter Name für dieses Störenfried ein. Wenn du merkst, dass er dich mal wieder in deiner Selbstmotivation hindert, sprich ihn doch einfach direkt an und lege ihn an die Leine.

3Stelle die Weichen richtig

Nichts geht über eine gute Vorbereitung. Du hast dir vorgenommen, am nächsten Morgen nach dem Frühstück Sport zu machen? Wie wäre es, wenn du deine Sportkleidung am Vorabend aus dem Schrank nimmst und am nächsten Morgen schon vor dem Frühstück in sie schlüpfst? Sie dann wieder auszuziehen, ohne Sport gemacht zu haben, wird dir schwerfallen.

4Selbstmotivation durch Belohnung

Dich selbst zu belohnen, kann die Selbstmotivation steigern. Überlege dir: Was möchtest du dir nach getaner Arbeit Gutes tun? Eine Tasse Kaffee, ein Spaziergang, eine Kugel Eis oder ein Treffen mit Freunden? Nimm dir etwas vor und vergiss nicht, die Belohnung auch wirklich umzusetzen, wenn du deinen inneren Schweinehund überwinden konntest. Du hast es dir verdient!

5Definiere deine Ziele

Den richtigen Weg kannst du nur finden, wenn du dein Ziel kennst. Schreibe dir am besten auf, was du erreichen willst. 

Manchmal können Ziele sehr groß sein und sich nicht in einem Rutsch erledigen lassen. Wenn dein Ziel zum Beispiel lauet: „Ich möchte meine Hausarbeit schreiben“, kann es frustrierend sein, wenn du Tag für Tag feststellen musst, dass du noch immer nicht fertig bist. Unterteile dein Vorhaben in viele kleine Teilziele (z.B. Recherchieren, die Einleitung schreiben, Literaturverzeichnis anlegen). 

Du kannst dir eine Liste machen, auf der du deine Erfolge abhakst. Oder wie wäre es mit kleinen Klebezetteln, auf denen du deine Teilziele notierst? Du kannst sie an den Spiegel oder die Wand kleben und sie feierlich abnehmen, sobald du sie erreicht hast.

6Selbstmotivation durch gutes Zeitmanagement

Kennst du das? Du lenkst dich oft ab, verlierst dich in den Details und kommst dadurch einfach nicht voran? Am Ende des Tages macht sich Stress und Unzufriedenheit breit und die Selbstmotivation erreicht einen neuen Tiefpunkt. Was dir helfen kann, ist ein gutes Zeitmanagement.

Die Pomodoro-Technik besagt zum Beispiel, dir einen Timer auf 25 Minuten zu stellen und in dieser Zeit konzentriert zu arbeiten. Klingelt der Wecker, machst du 5 Minuten Pause. Wenn du mehr über diese oder andere Techniken für ein gutes Zeitmanagement erfahren möchtest, kannst du gerne in unserem Blogartikel zu diesem Thema nachlesen. 

7Aus „Muss“ wird „Kann“

„Ich muss noch diese Hausarbeit zu Ende schreiben“ oder „Heute muss ich wirklich mal wieder Sport machen“. Solche Aussagen oder Gedanken fördern nicht gerade die Selbstmotivation. 

Versuche einmal das „Muss“ mit einem „Kann“ oder „Darf“ zu ersetzen. „Ich darf heute mal wieder Sport machen“ oder „Ich kann diese Hausarbeit zu Ende schreiben“ klingt doch gleich viel motivierender.

Du kannst dich auch motivieren, indem du dir vor Augen hältst, warum du etwas tust. Statt Ich muss noch die Wäsche machen”, kannst du denken Ich möchte heute noch Wäsche waschen, um morgen mein Lieblingsshirt anziehen zu können!”.

8Notiere deine Erfolge

Wenn du demotiviert bist, fällt es dir vermutlich schwer zu sehen, was du bereits gemeistert hast oder worauf du stolz sein kannst. Schreibe dir darum am besten jeden Abend mindestens eine Sache auf, die du geschafft hast. Was ist heute gut gelaufen? Worauf bist du stolz?

In dieses „Erfolgsbuch“ kannst du besonders dann schauen, wenn du das Gefühl hast, gerade nicht voranzukommen. Das kann die Selbstmotivation steigern.

9Mehr Selbstmotivation mit dem Ziel vor Augen

Aus den Augen, aus dem Sinn. So ist das leider manchmal auch mit Zielen oder Träumen. Wenn du jedoch jeden Tag bildlich vor Augen hast, worauf du hinarbeitest und was du erreichen willst, steigert das deine Selbstmotivation. 

Ob auf einer Pinnwand oder am Kühlschrank: Hänge dir Bilder von deinen Zielen auf. Schaue einmal, ob du in Zeitschriften eine passende Abbildung findest oder drucke dir etwas aus. 

Wenn dein Traum zum Beispiel ist, einmal nach Island zu reisen und du jeden Tag das Bild von einem spektakulären isländischen Wasserfall auf deinem Kühlschrank siehst, wirst du dein Ziel eher im Blick behalten und darauf hinarbeiten.

10Lobe dich selbst

Selbstmotivation bedeutet auch Selbstliebe. Die wiederum zeigt sich besonders darin, wie du mit dir selbst sprichst und mit welchen Gedanken du dir begegnest. Wenn etwas gelingt und wir ein Ziel erreichen, denken wir oft: „Na, siehst du? Geht doch. Hättest du auch gleich so machen können“, anstatt uns selbst symbolisch auf die Schulter zu klopfen. 

Dabei ist es wichtig, dich selbst zu loben, wenn du etwas geschafft hast. Erkenne auch kleine Erfolge an und sei stolz auf dich.

Wie hat es geklappt?

Nun ist der Artikel geschrieben, aber waren die Tipps zur Selbstmotivation auch wirklich im Einsatz? Ja.
Als Erstes habe ich es mir gemütlich gemacht, die Augen geschlossen und mir vorgestellt, nach getaner Arbeit den Laptop zuzuklappen und zufrieden in den Feierabend zu starten. Das Gefühl hat mich direkt angespornt, mit dem Schreiben zu beginnen. 

Die Tipps boten eine gute Möglichkeit für sinnvolle Teilziele. Nach jedem der 10 Absätze habe ich auf meine Liste ein kleines Häkchen gesetzt. Nun, wo das letzte Häkchen gesetzt ist, wartet ein ausgiebiger Spaziergang als Belohnung. Der leise Gedanke „Geschafft. Gut gemacht!“ wird mich dabei begleiten. 

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