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Alkoholfrei leben – wie das geht und warum das einfach Gin ergibt

Save water drink beer? Damit ist jetzt erst mal Schluss, denn immer mehr Menschen entscheiden sich inzwischen für ein Leben ohne Alkohol. Warum alkoholfrei leben eine echte Bereicherung sein kann, wie es dir gelingt und warum sich nicht nur deine Leber bedankt: Das verraten wir jetzt!

Das berühmt berüchtigte Genussmittel mit Nebenwirkungen

Alkohol ist allgegenwärtig und kann ein ständiger Begleiter unseres alltäglichen Lebens sein. Es gibt schließlich immer einen Grund, um anzustoßen oder etwa nicht? Ob Feierabendbier, Sektfrühstück, Eierlikör bei Oma oder das Gläschen Rotwein (zum Ablöschen für die Pasta-Sauce natürlich!). Nicht selten ist mit Alkoholkonsum sogar eine Art sozialer Druck verbunden und manchmal müssen wir uns rechtfertigen, warum wir heute mal darauf verzichten wollen. Denn Alkohol ist schließlich En vogue – es ist ein allgemein akzeptiertes Laster.

Doch bleibt Alkoholkonsum langfristig selten ohne Folgen und Nebenwirkungen. Ein verschlechtertes Hautbild, Schlafstörungen, Gewichtszunahme bis hin zu Lebererkrankungen und Herz- und Kreislauferkrankungen können die Folgen sein. Ebenfalls besteht das Risiko, irgendwann in eine Abhängigkeit zu verfallen.

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland alkoholabhängig. Bei rund 2,5 Millionen Menschen liegt ein Alkoholmissbrauch vor.

Dass wir durch Alkoholkonsum unserer Gesundheit schade, ist wohl kein Geheimnis. Dennoch rücken Bedenken angesichts eines kühlen Blonden auf einmal in den Hintergrund. Aber es geht auch anders! Alkoholfrei leben ist die gesündere Alternative, deren Umsetzung viel leichter ist als gedacht. 

3 Tipps für ein Leben ohne Alkohol

Was hält dich vom alkoholfrei Leben ab? Routinen, sozialer Kontext und die fehlende Selbstmotivation können dabei eine Rolle spielen. Wir haben für dich 3 wichtige Strategien zusammengefasst, die dir helfen können, ein Leben ohne Alkohol erfolgreich umzusetzen.

1Die Macht der Gewohnheit überwinden

Wir lieben Rituale und Routinen. Routinen geben uns Halt, sie sind für uns da, auch wenn es mal ungemütlich wird. Sie vermitteln uns ein Gefühl von Stabilität und Sicherheit. Darum ist es auch gar nicht so leicht, manche Routinen und Gewohnheiten zu ändern

Alkoholkonsum gehört als Ritual zu vielen Situationen. Vielleicht ist es das Feierabendbier, der Rotwein zum Dinner oder der Longdrink auf Partys. In unserem Kopf haben wir diesen Aspekt fest mit einer bestimmten Situation verknüpft. Das gilt es zu verändern.

Wir können diese Verknüpfung wieder lösen, indem wir uns in den passenden Situationen, die den Alkoholkonsum triggern, bewusst anders entscheiden. So kannst du dir neue Gewohnheiten in dieser Situation schaffen – zum Beispiel mit einem selbstkreierten, alkoholfreien, neuen Partydrink. Das kann sich im ersten Moment ungewohnt und auch unbequem anfühlen. Wird aber mit jedem Mal mehr zur neuen Gewohnheit und erscheint dir irgendwann wie selbstverständlich. Dann fühlt sich alkoholfrei leben auf einmal ganz natürlich an.

2Herausforderung: soziale Erwünschtheit vs. alkoholfrei leben

Soziale Erwünschtheit ist ein wichtiges Konzept aus der Psychologie. Es ist die Tendenz sich in sozialen Situationen entsprechend der Erwartungen anderer zu verhalten. Auch im Rahmen von Alkoholkonsum kann dieses Konzept eine Rolle spielen. Denn Alkohol wird schließlich oft in Gemeinschaft konsumiert. 

Alkoholfrei leben – könnte das von meinem Umfeld kritisiert werden? Muss ich mich rechtfertigen? Diese Gedanken können bei der Überlegung, den Alkohol zu verabschieden, durchaus auftauchen. Es bietet sich an, Freunden und Familie direkt von deinem neuen Vorhaben zu berichten. Dann bleiben die unangenehmen Situationen der Rechtfertigung im Kreis der Trinkenden aus. Vielleicht findest du sogar Mitstreitende, die sich von deinem Plan inspirieren lassen und eine Alkoholpause ausprobieren wollen. Gemeinsam könnt ihr euch noch besser motivieren, Erfolge feiern und euch über positive Effekte austauschen. 

Noch mehr Tipps dazu, wie du in Gesellschaft Alkohol ablehnen kannst, haben wir übrigens auch in unserem Artikel zum Thema Alkoholverzicht gesammelt.

3Just do it – Neues ausprobieren

Alkoholfrei leben fühlt sich an wie ein großer Verzicht? Ändere die Perspektive! Probiere stattdessen neue Dinge aus. Zum Beispiel alkoholfreien Gin oder leckere alkoholfreie Cocktails. Vielleicht schaffst du dir einen neuen Smoothiemixer an und testest spannende Rezepte, die deinen Detox unterstützen. Fokussiere dich auf das Positive, denn ein Leben ohne Alkohol bringt viele Vorteile mit sich. Auf einen bleiernen Kater können wir wohl alle getrost verzichten, aber das ist nicht das Einzige. Die Kilos purzeln auf einmal wie von selbst, dein Schlaf verbessert sich, deine Leber sagt Danke und dein Geldbeutel füllt sich. Kleiner Tipp: sammle deine „Alkohol-Ersparnisse“ und schenke dir davon eine schöne Belohnung für dein Durchhaltevermögen.  

Alkoholfrei leben – das neue Lebensmotto

Kein Bier vor vier und keins danach. So lautet also dein neues Lebensmotto. Aber keine Sorge, solltest du doch mal eine Ausnahme machen, sei nicht zu streng mit dir.

Es ist völlig in Ordnung, wenn dir zu Beginn noch mal ein Ausrutscher passiert. Sag dir schlicht: „Hey, dass es eine Ausnahme war, zeigt doch, wie gut es normalerweise schon läuft.“ Bleib einfach dran!

Du wirst schnell positive Effekte wahrnehmen – nicht nur körperlich, sondern auch im Portemonnaie. Wünschst du dir vielleicht Unterstützung bei der Umsetzung deines Plans vom Leben ohne Alkohol? Schaue gerne bei unseren psychologischen Online-Kursen vorbei. Mit unserem HelloBetter-Kurs Weniger trinken erlernst du wirksame Strategien für einen gesunden Umgang mit Alkohol. In nur 8 Wochen lernst du, wie du deinen Alkoholkonsum langfristig erfolgreich reduzieren kannst.

Für einen gesunden Umgang mit Alkohol: Unser HelloBetter Kurs Weniger trinken unterstützt dich dabei, deinen Alkoholkonsum zu reduzieren.

ZUM KURS

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Autorin:
Marie Zeitler Psychologin, Systemische Coachin und Change Managerin
Unsere Artikel werden von Psychologinnen und Psychologen geschrieben und von Psychotherapeutinnen geprüft. Wenn du mehr darüber erfahren willst, was uns beim Schreiben wichtig ist, dann lerne hier unser Autorenteam kennen.
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