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Corona-Krise: 10 Dinge, die wir tun können, um mit der aktuellen Stresssituation umzugehen

Die gegenwärtige Corona-Krise stellt uns alle vor große Herausforderungen. Die Veränderung unserer Lebensumstände und der damit verbundene Stress, die Sorgen und Ängste können einen erheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Klar gesagt: Wir alle müssen aufpassen, dass wir beim Schutz unserer körperlichen Gesundheit unsere psychische Gesundheit nicht vernachlässigen. Aus diesem Grund haben wir 10 konkrete Tipps für dich gesammelt, die dir dabei helfen können, innerhalb der nächsten Wochen gezielt etwas für dein inneres Gleichgewicht zu tun.


1. Kümmere dich aktiv um dein Wohlbefinden 

Durch die Einschränkungen im öffentlichen Leben oder sogar in Quarantäne fallen plötzlich viele Dinge, die wir üblicherweise für uns selbst getan haben, weg. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Nimm dir daher die Zeit, um in der Corona-Krise neue gute Gewohnheiten zu schaffen. Was kannst du täglich tun, damit es dir gut geht?

Plane diese Kraftgeber, wie wir sie nennen, möglichst jeden Tag bewusst in deinen Alltag ein. Wenn du weitere Unterstützung benötigst, laden wir dich dazu ein unser kostenfreies psychologisch wirksames Corona-Training auszuprobieren. Dort findest du fundierte psychologisch erwiesene Techniken und Strategien, mit denen du dein Stressempfinden regulieren lernst.


2. Gestalte deinen Nachrichtenkonsum über die Corona-Krise bewusst 

Mach auch mal eine Pause vom Anschauen, Lesen oder Hören von Nachrichten, einschließlich der sozialen Medien. Wenn man immer wieder von der Pandemie hört, kann das verwirrend sein und Ängste unnötig schüren. Nimm dir z. B. feste Zeiten vor, in denen du Nachrichten schaust und gönn deinem Kopf dazwischen ein bisschen Ruhe.


3. Lasse dich nicht anstecken

Nicht nur der Corona-Virus ist hochansteckend, auch die Ängste unserer Mitmenschen. Beobachte genau, ob dir eine Unterhaltung guttut oder ob du beginnst, dich unwohl zu fühlen. In solchen Fällen kannst du bewusst das Thema wechseln oder deinem Gegenüber offen sagen, dass dich das Thema Corona-Krise gerade zu sehr beunruhigt, um weiter darüber zu sprechen. 


4. Halte im Homeoffice oder in Quarantäne eine feste Routine ein

Auf einmal sind unsere Tage voll ungeplanter Zeit. Es ist verführerisch, nun länger wach zu bleiben, lange zu schlafen oder einfach im Schlafanzug zu arbeiten. Warum klingt das zunächst wie ein Urlaub, fühlt sich aber nach einer Weile eher wie eine Belastung an? Diese Unregelmäßigkeit ist nicht einfach für das Gehirn. Es weiß z. B. nicht mehr, wann es Zeit ist, wach zu sein, zu schlafen, zu arbeiten oder in den Freizeitmodus überzugehen. Hilf deinem Gehirn, indem du feste Routinen etablierst. Wann stehst du auf, wann ist Arbeit und wann Freizeit angesagt? In Sachen Homeoffice kann es auch hilfreich sein, dich morgens anzuziehen, als ob du ins Büro gehen würdest und nach Feierabend in den Jogginganzug zu schlüpfen.       


5. Nimm dir Zeit zum aktiven Entspannen 

Bei vielen von uns ist jetzt eine hohe Grundanspannung vorhanden. Das Stresslevel nimmt zu. Ob durch Veränderung bei der Arbeit, Sorgen oder einen Lagerkoller. Bei einer hohen Grundanspannung werden Stressoren, wie beunruhigende Nachrichten, sogar noch negativer bewertet und man ist übermäßig gestresst. Was kannst du tun, um zu entspannen? Sport ist ein gutes Hilfsmittel, um Stress abzubauen, auch Yoga oder Meditation haben sich als wirksam erwiesen, ebenso wie Spaziergänge in der Natur. Bei Übungen wie z. B. Yoga oder Pilates fokussieren wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem und gönnen auch unserem Kopf eine Pause.


6. Bleib in Bewegung

Durch die derzeitigen Einschränkungen und die Quarantäne sinkt unser Bewegungslevel. Der Körper braucht Bewegung jedoch nicht nur, um optimal zu funktionieren, sondern Bewegung reduziert auch die bereits angesprochene Grundanspannung. Sport hilft Stresshormone abzubauen und aus dem Körper zu bekommen und kann so eventuelle Sorgen und die belastende Situation ein bisschen erträglicher machen. Zudem kann er uns ablenken, wenn wir uns dabei auf unseren Körper konzentrieren. 


7. Tue Sinnvolles

Wenn du aufgrund der Corona-Krise mehr Zeit in deinem Alltag hast, kannst du darauf achten, diese möglichst sinnvoll zu nutzen. Die Versuchung ist groß, bei Langeweile vor dem Fernseher oder Laptop zu sitzen und sich berieseln zu lassen. Natürlich ist das in Maßen vollkommen in Ordnung. Sollte dieser Konsum allerdings wachsen, kannst du die Lücken sinnvoll füllen. 

Gibt es z. B. etwas, was du immer schon tun wolltest? Das können ganz unterschiedliche Dinge sein: eine Fremdsprache lernen, ein Buch schreiben, einen Businessplan machen, ein Online-Sportprogramm beginnen oder Rezepte zur gesunden Ernährung zusammenstellen.


8. Andere unterstützen

Eine sehr wirksame Strategie, um sich von seinen eigenen Sorgen abzulenken, ist anderen zu helfen. Auch hier gibt es zurzeit natürlich Einschränkungen. Unterstützen kann aber z. B. auch zuhören sein. Vielleicht hast du ein Familienmitglied oder Freund, der unter der aktuellen Situation besonders leidet und den du fragen kannst, wie es ihm geht. Während der öffentlichen Einschränkungen geben viele von uns auch täglich weniger Geld aus. Vielleicht möchtest du einmal überlegen, wie viel du pro Woche in etwa einsparst und spendest diesen Betrag an ein Hilfsprojekt, das dir am Herzen liegt – auch das kann deine Stimmung heben und der Corona-Krise etwas Sinnvolles abgewinnen. 


9. Nimm Kontakt zu anderen auf

Sprich mit Menschen, denen du vertraust, über deine Gedanken und Gefühle. Versucht euch gegenseitig zu unterstützen. Es gibt viele verschiedene Wege mit anderen in Kontakt zu bleiben. Auch in unserer Facebook-Gruppe: 

https://www.facebook.com/groups/zusammenzuhause/

kannst du deine Sorgen loswerden, deine Strategien und was du machst mit uns und anderen teilen, damit es dir gut geht. Zudem kannst du auch mit unseren Psychologen sprechen. 


10. Hole dir Unterstützung

Wenn Stress und Belastungen zu hoch werden, zögere nicht, dir Unterstützung zu suchen! In einem ersten Schritt kann z. B. die Telefonseelsorge hilfreich sein. Diese erreichst du bundesweit unter der kostenfreien Nummer 0800 111 0111.  

Wir von HelloBetter haben eine kostenfreie (aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz) Hotline eingerichtet, in der ihr mit unseren Psychologen und Psychotherapeuten sprechen könnt. Ihr erreicht sie von Mo-So, jeweils von 8-20 Uhr, unter der Nummer 0800 000 3345.

Wenn du mehr Unterstützung brauchst, kann dir auch ein Psychotherapeut helfen. Wenn du dich schon in Therapie befindest, darf deine Therapeutin oder dein Therapeut ab jetzt deine Behandlung per Video durchführen. Sprich sie einfach darauf an. Auch der psychotherapeutische Erstkontakt kann in Einzelfällen, wenn zum Beispiel ein Aufsuchen der Praxis dem Patienten nicht zumutbar ist, nun auch per Video stattfinden. Diese Neuregelung ist allerdings zunächst befristetet. Informationen werden von der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung fortlaufend auf der folgenden Seite aktualisiert: https://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/gesundheitspolitik/themenseiten/coronavirus/#c8710

Es gibt aber auch eine Vielzahl von Psychologen, die auf Telemedizin-Plattformen erste Unterstützung bieten. Hier sind teilweise zumindest Erstgespräche umsonst. Einzelne Anbieter, die online Unterstützung anbieten, finden sich auf der Internetseite des Health Innovation Hub des BMG: www.hih-2025.de/corona/

Wir wissen, dass all diese Dinge einfacher gesagt als getan sind. Um dich bei der Umsetzung und der Aufrechterhaltung deines Wohlbefindens weiterhin zu unterstützen, wird unser erfahrenes Expertenteam von Psychologen und Psychotherapeuten in den nächsten Wochen auf unserem Blog Beiträge veröffentlichen, wie du die 10 Tipps zum Umgang mit der aktuellen Stresssituation und andere bewährte psychologische Strategien in deinen veränderten Alltag integrieren kannst.

Wir würden auch gerne von dir hören, was dir in dieser schwierigen Situation hilft. Welche Strategien setzt du ein, welche Tipps kannst du anderen geben, wenn der Stress, Anspannung oder Sorgen zu viel werden? Schreib uns doch und teile sie mit uns allen.

Hier oder in unserer geschlossenen Facebook-Gruppe, die wir extra dafür eingerichtet haben:

Bleib gesund, wasch deine Hände, aber kümmere dich auch um dich!

Dein HelloBetter Team

#zusammenzuhause #HändewaschenfürdieSeele #HelloBetter

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