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Innere Unruhe

Häufig kennen wir den Grund für Nervosität und Anspannung: vor einer Prüfung, unter Zeitdruck, während eines heiklen Gesprächs. Manchmal fühlen wir aber auch innere Unruhe, die wir uns nicht so leicht erklären können. In diesem Artikel wollen wir diesem Phänomen auf den Grund gehen. Woher kommt nervöse Unruhe und was beeinflusst sie?

Wie äußert sich innere Unruhe?

Wenn wir innerlich unruhig sind, erleben wir oft Gedankenrasen. Wir springen von einem Gedanken zum nächsten, meistens handelt es sich dabei eher um unangenehme und schwierige Themen. Auch unsere Gefühle können etwas verrückt spielen und abhängig von unseren Gedanken, von Verzweiflung, Bedrücktheit, Gereiztheit geprägt sein. Innere Unruhe kann aber auch mit angenehmen Gefühlen wie Freude, Aufregung oder Verliebtheit einhergehen. Sie bringt oft auf allen Ebenen eine Wechselhaftigkeit mit. Körperlich gibt es typische Symptome wie Bewegungsdrang, an den Fingernägeln kauen, mit den Füßen wackeln oder mit den Fingern auf eine Oberfläche trommeln. 

Was uns nervös macht

Kennen wir die Ursache für innere Unruhe, zum Beispiel eine Prüfung, wird diese Anspannung nach diesem Ereignis von selbst wieder abklingen. Wir sprechen hier meistens von Nervosität. Innere Unruhe meint eher eine gefühlte Anspannung und Aufregung, die zum Beispiel auftritt, wenn wir alleine zu Hause sind. Eigentlich könnten wir die Beine hochlegen, doch dabei fühlen wir uns nicht wohl und gelassen, sondern angespannt. Dafür kann es körperliche und psychische Gründe geben.

Körperliche Unruhe

Wenn wir innerlich unruhig sind, ist es gut möglich, dass unserem Körper etwas fehlt. Zu wenig Flüssigkeit, gesundes Essen, Bewegung – mangelt es unserem Körper an etwas, kann sich das durch Unruhe bemerkbar machen. 

Psychische Ursachen

Unsere Gedanken haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob wir gelassen sind oder innerliche Unruhe verspüren. Denken wir zum Beispiel an die Aufgaben des nächsten Tages oder an eine belastende Situation, werden wir angespannt. Auch wenn es in diesem Moment äußerlich gar keinen Grund dafür gibt. Wie du deine Gedanken in solchen Momenten gezielt beruhigen kannst, erfährst du in unserem Blogartikel zur Ruhe kommen.

Unachtsamkeit und innere Unruhe

Wir sind der inneren Unruhe genau so lange hilflos ausgeliefert, wie wir sie nicht bewusst bemerken. Rennen unsere Gedanken von A nach B, gehen wir nervös von einem Zimmer ins andere oder versuchen uns durch fernsehen oder im Internet surfen abzulenken, bleiben wir vermutlich weiterhin angespannt. Der erste Schritt, um der inneren Unruhe ein Ende zu setzen, ist also das geistige Registrieren innerer Unruhe. Dieses aufmerksame Bemerken unserer Gedanken, Gefühle und körperlichen Aktivitäten ist als Achtsamkeit bekannt. Eine effektive Übung in Achtsamkeit, die du bei innerer Unruhe einsetzen kannst, findest du in unserem Blogartikel zum Thema Stressprävention.

Unser Gehirn im Ruhemodus

Innere Unruhe ist keine Einbildung oder falsche Wahrnehmung, sondern spielt sich tatsächlich im Gehirn ab. Sind wir innerlich angespannt, ist unser Gehirn noch mit bestimmten Aufgaben beschäftigt. Wir versuchen zum Beispiel Lösungen für Probleme oder Auswege aus schwierigen Lebenssituationen zu finden. Im Gegensatz dazu, gibt es aber auch den Ruhemodus unseres Gehirns, das sogenannte „Default Mode Network”.

Das Default Mode Network ist ein Netzwerk bestimmter Hirnregionen, das aktiv ist, wenn wir innerlich entspannt und mit nichts Besonderem beschäftigt sind.

Stattdessen lassen wir unsere Gedanken kommen und gehen. Die Kunst innerer Ruhe ist psychisch gesehen also das Loslassen bestimmter gedanklicher Fixierungen. 

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Autorin:
Victoria Bindrum Psychologin
Unsere Artikel werden von Psychologinnen und Psychologen geschrieben und von Psychotherapeutinnen geprüft. Wenn du mehr darüber erfahren willst, was uns beim Schreiben wichtig ist, dann lerne hier unser Autorenteam kennen.
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