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Psychische Belastung am Arbeitsplatz – wenn der Job den letzten Nerv raubt

Endlich Freitag! Wir alle kennen dieses kleine innere Hochgefühl, das sich pünktlich zum Ende der Woche einstellt. Zwei Tage Zeit, um runterzukommen und sich etwas Ruhe vom stressigen Arbeitsalltag zu gönnen. Aber was, wenn die psychische Belastung am Arbeitsplatz zu groß ist? Was ist, wenn kein Wochenende als Ruhepause ausreicht und uns bereits am Freitag vor Montag graut? Wozu psychische Belastung am Arbeitsplatz führen kann und welche Maßnahmen du ganz aktiv dagegen ergreifen kannst – das erfährst du jetzt.

Wie entsteht psychische Belastung am Arbeitsplatz?

Die Ursachen für psychische Belastung am Arbeitsplatz können zahlreich sein. Unsere Arbeitswelt hat dieses Jahr einen drastischen Wandel durchlebt – viele mussten sich an Homeoffice gewöhnen und haben sich die Digitalisierung damit nach Hause geholt. Wir sind jetzt mit der Arbeitskultur augenscheinlich am Puls der Zeit angekommen, doch die Neuerungen bergen auch Risiken. Was nämlich zunächst nach Fortschritt und Entlastung klingt, kann für viele Menschen allerdings belastend sein. Eine Work-Life-Balance mit dem Homeoffice zu vereinen ist gar nicht so einfach. Von Laptop und Gedanken nach der Arbeit abschalten – das kann eine große Herausforderung sein. Soziale Kontakte zu den Kollegen bleiben oft auf der Strecke und der lockere Smalltalk an der Kaffeemaschine fehlt uns vielleicht mehr als erwartet.

Aber bereits vor der Pandemie gab es viele unterschiedliche Auslöser, die zu psychischer Belastung auf der Arbeit geführt haben. Das können Faktoren sein, die unser Denken, Fühlen und Verhalten bei der Arbeit beeinflussen. Darunter fallen ganz grundlegend Aspekte der Arbeitsumgebung wie zum Beispiel Lärm, Beleuchtung oder Belüftung. Unzählige Überstunden und Überlastung, genauso wie Schichtarbeit, können darüber hinaus eine große psychische Belastung am Arbeitsplatz darstellen.

Wenn das tägliche Miteinander stresst

Neben den äußeren Umständen können vor allem auch das soziale Gefüge am Arbeitsplatz und das kollegiale Miteinander Auslöser für erhöhte psychische Belastung sein. Lästereien sind an der Tagesordnung? Und dann wäre da noch die berühmt berüchtigte Führungsperson, die gut und gerne bei jeder Kleinigkeit an die Decke geht. Mit cholerischem Verhalten versetzt er oder sie die Belegschaft in Angst und Schrecken. Wenn das Arbeitsklima nicht stimmt, kann das ebenfalls ein unmittelbarer Auslöser von Stress und psychischer Belastung sein. Darüber hinaus können auch innere Wertmaßstäbe, also ein zu hoher Anspruch an dich selbst, Stress auslösen und zur Belastung werden. Zum Beispiel, wenn wir zu Perfektionismus neigen.

Negative Folgen von psychischer Belastung auf der Arbeit

Eine hohe psychische Belastung am Arbeitsplatz bedeutet Stress: Du hast das Gefühl, dass dir auf der Arbeit wird dir einfach alles zu viel wird. Die Gedanken an die Arbeit lassen dich nicht los. Du grübelst und das Einschlafen wird zur Herausforderung. Hält die hohe Belastung am Arbeitsplatz über einen längeren Zeitraum an, sind negative Folgen sowohl für die psychische als auch für die körperliche Gesundheit nicht selten. Innere Unruhe, Gereiztheit, Ängste und Schlafprobleme zählen zu den klassischen Symptomen bei anhaltendem Stress. Von der Muskelverspannung bis zum Magengeschwür können auch verschiedene andere Beschwerden auftreten, die sich zwar körperlich äußern, aber durch die psychische Belastung – also psychosomatisch – entstehen.

Ein inzwischen gut bekanntes und weit verbreitetes Phänomen in der Arbeitswelt ist das Burnout, bei dem es zu depressionsähnlichen Symptomen kommt. Ausgelöst wird es durch eine Überbelastung, zumeist im beruflichen Kontext. Das Burnout zählt also zu den möglichen Langzeitfolgen von Dauerbelastung am Arbeitsplatz.

4 Maßnahmen, um mit psychischer Belastung am Arbeitsplatz umzugehen

Fühlst du dich manchmal machtlos und hast du den Eindruck, die belastenden Faktoren auf der Arbeit nicht beeinflussen zu können? Keine Sorge! Es gibt einige Strategien, mit denen du die psychische Belastung am Arbeitsplatz ganz aktiv positiv verändern kannst.  

1. Kurzfristige Entlastung – SOS Tipps 

Für eine kurzfristige Entlastung vom Stress auf der Arbeit können dir unterschiedliche Strategien helfen. Frei nach dem Motto „erst mal frische Luft schnappen” kann das zum Beispiel ein kurzer Spaziergang sein, der dir zu einem klaren Kopf, frischen Gedanken und zum Durchatmen verhelfen kann. Auch ganz simple Dinge wie Kopfhörer mit Lieblingsmusik aufsetzen, Schreibtisch umstellen und dich mithilfe eines Weckers ans Einhalten der Pausen zu erinnern, können in akuten Stresssituationen helfen. 

Entspannungsübungen können dich ebenfalls dabei unterstützen, in akuten Stresssituationen wieder runterzukommen. Das kann die Progressive Muskelentspannung oder eine kurze Meditationseinheit sein. Anleitung dafür findest du zum Beispiel in unserem Artikel: Innere Ruhe finden. Diese Entspannungseinheiten können sich nachweislich positiv auf unsere Stresshormone im Körper auswirken und dieses deutlich senken.  

2. Langfristige Entlastung 

Langfristig kannst du auch einen Ausgleich schaffen, indem du dir mehr Zeit für Dinge nimmst, die dir guttun. Oft kommen in stressigen Zeiten die Aktivitäten zu kurz, die uns eigentlich Freude bereiten und für uns wichtig sind. Das kann ein entspanntes Abendessen mit Freunden sein, ein Besuch im (Online-)Yogastudio oder den Tag mit heißem Tee und einem guten Buch ausklingen zu lassen.

3. Soziale Unterstützung – ein offenes Ohr

Dein soziales Umfeld kann eine wichtige Unterstützung sein, welche dir im Umgang mit Stress und psychischer Belastung am Arbeitsplatz helfen kann. Triff dich mit Leuten, die ein offenes Ohr für dich haben oder vielleicht schon ähnliche Probleme kennen. Sie könnten dir mit Rat und Tat zur Seite stehen und wertvolle Tipps geben, z.B. wie sie es schaffen, Stress abzubauen. Manchmal hilft es aber auch einfach nur, sich auszutauschen und zu wissen, dass man nicht alleine ist. 

4. Offenes Gespräch – sag, wie es ist 

Eine offene Kommunikation am Arbeitsplatz spielt oft eine wichtige Rolle. Ein verständnisvolles Miteinander und ein offenes Ohr auf beiden Seiten kann zu einem besseren psychischen Wohlbefinden auf der Arbeit beitragen. Regelmäßige Mitarbeitergespräche, bei denen die gegenseitige Erwartungshaltung klar kommuniziert werden kann, können dafür sehr wertvoll sein.

Gibt es in deinem Unternehmen noch keine Möglichkeit für regelmäßige Feedback-Gespräche? Erzähle deiner Arbeitgeberin davon, denn nur so erhält sie einen Einblick in deinen Arbeitsalltag und lernt mehr über deine Perspektive. Diese Gespräche sollten aber auch einen wertfreien Raum bieten, um über Sorgen, Überlastung oder Zweifel zu sprechen. So könnt ihr im besten Fall gemeinsam für dich optimale Arbeitsbedingungen gestalten und eine positive Work-Life-Balance umsetzen.

Wenn die psychische Belastung auf der Arbeit zu groß wird, gilt jedoch auch: du darfst für dich ganz selbstbestimmt entscheiden, wann es zu viel wird. Du darfst dich dazu entscheiden, die Reißleine zu ziehen und zu gehen.

Einen Schlussstrich zu ziehen ist dabei keine Schwäche, sondern kann vielmehr als deine innere Stärke gesehen werden. Denn du hast erkannt, was dir guttut und was nicht und daraufhin ganz selbstbestimmt und konsequent gehandelt. 

Stress reduzieren mit HelloBetter 

Du hast das Gefühl, die psychische Belastung am Arbeitsplatz wird dir zu viel? Deine Gedanken kreisen nur noch um das Thema Arbeit und dieses Gedankenkarussell steht nicht einmal nachts still? In solchen Fällen kann es hilfreich sein, sich zusätzliche Unterstützung zu holen. Mit unserem psychologischen Online-Training Fit im Stress lernst du wirksame Strategien, die dir helfen können, wenn du dich im Alltag gestresst, erschöpft und überlastet fühlst oder den Eindruck hast, ein Burnout bahnt sich an. Schau doch gerne einmal rein.

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