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Suizidale Gedanken während einer Depression

Suizidale Gedanken treten meistens zusammen mit einer Depression auf. Sie können aber auch im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen wie der Borderline-Persönlichkeitsstörung, mit Abhängigkeitserkrankungen oder Zwangsgedanken auftreten. In jedem Fall sind suizidale Gedanken quälend und während einer depressiven Phase Ausdruck eines tiefen seelischen Schmerzes. In diesem Artikel erfährst du, was Suizidalität und suizidale Gedanken sind, wie du während einer Depression mit ihnen umgehen kannst und wohin und an wen du dich im Notfall wenden kannst. 

Was sind suizidale Gedanken?

Suizidale Gedanken können Gedanken über den Wunsch zu sterben sein oder Gedanken daran, sich selbst das Leben zu nehmen. Dazu zählen zum Beispiel die Vorstellung, einfach nicht mehr aufzuwachen, aber auch konkrete Pläne, das eigene Leben zu beenden. Diese Gedanken können in Worten gedacht werden oder sich auch in inneren Bildern äußern. Suizidale Gedanken müssen von suizidalen Handlungen abgegrenzt werden, bei denen es tatsächlich zur Selbstverletzung oder versuchten Selbsttötung kommt. Nichtsdestotrotz sollten diese Gedanken ernst genommen werden, da sich daraus die Gefahr, einen Suizidversuch zu unternehmen, steigert. Während einer depressiven Phase sind suizidale Gedanken Ausdruck für Suizidalität, das heißt die Neigung zum Suizid (Selbsttötung). 

Suizidgedanken können dabei verschiedene Auslöser wie zum Beispiel den Tod einer geliebten Person, Selbsthass oder Probleme im sozialen Umfeld haben. Jeder Mensch kann in solche Krisen geraten – die meisten können jedoch durch Gespräche mit Freunden, in Beratungsstellen oder durch eine Psychotherapie überwunden werden. 

Suizidale Gedanken und Depression

Eine Depression ist eine Phase niedergeschlagener Stimmung, die mit Interesse- und Antriebslosigkeit einhergeht. Hinzukommen können Symptome wie Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder Appetitverlust. Zu diesen möglichen weiteren Anzeichen einer Depression gehören auch Gedanken an den Tod oder suizidale Gedanken. Sie können ein Ausdruck der Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Angst sein, aus dem Stimmungstief nie wieder herauszukommen und dem Wunsch, ihm endlich ein Ende zu setzen. Wenn du dir die Frage stellst, ob du an einer Depression leidest, kann dir vielleicht unser Blogartikel: Bin ich depressiv? weiterhelfen. 

Ich habe suizidale Gedanken, was kann ich tun?

Wenn du dich niedergeschlagen fühlst und suizidale Gedanken hast, ist es zunächst extrem gut, dass du dich mit der Frage beschäftigst, was du tun kannst, um dich besser zu fühlen. Das zeigt, dass du dir wichtig bist und dass du ahnst, dass es einen Weg aus der Suizidalität gibt und den gibt es – immer. Oftmals fällt es jedoch schwer, ihn ganz alleine zu finden und ohne Unterstützung zu gehen. 

Je nachdem, was dir momentan leichter fällt, wäre ein erster Schritt, dich jemandem, den du kennst, anzuvertrauen. Das kann ein Familienmitglied, ein Freund oder eine Freundin oder auch ein Kollege oder eine Kollegin sein. Es geht nicht darum, dass diese Menschen dann eine Lösung für dich parat haben, aber du kannst sie konkret bitten, mit dir nach Unterstützung zu suchen. 

Manchen Menschen fällt es jedoch auch leichter, sich fremden Personen anzuvertrauen. Es gibt hierfür viele professionelle Beratungsangebote, bei denen du sofort einen Ansprechpartner findest, dazu gehören:

Krisendienste

Telefonseelsorge:

Ein offenes Ohr in Lebenskrisen findest du zum Beispiel – rund um die Uhr – bei der Telefonseelsorge, kostenfrei und anonym. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Telefonseelsorge kennen meist auch die Einrichtungen, an die du dich im Falle akuter Suizidalität wenden kannst.

Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

▷ Zur Webseite Telefonseelsorge.de

 

Erste Hilfe Adressenliste:

Kliniken und andere Krisendienste in deiner Nähe findest du zum Beispiel in der Adressliste der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Diese Krisendienste beschränken sich in der Regel nicht auf Beratung bei Depression, sondern sind allgemeine Anlaufstellen in seelischen Notlagen:

Zur Adressliste der Deutschen Depressionshilfe

 

Notruf 112:

Auch für seelische Notfälle ist der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 zuständig. Wenn du in einer akuten Krise bist, zum Beispiel drängende Suizidabsichten bestehen und du selbstständig nicht in der Lage bist, Hilfe aufzusuchen, kannst du unter der Nummer 112 umgehend Hilfe bekommen. Scheue dich nicht davor dort anzurufen, akute Suizidabsichten sind ein Notfall.

Du bist nicht allein

Fast jeder Mensch hat schon einmal darüber nachgedacht, was wäre, wenn er Suizid begehen würde. Du bist also nicht allein mit solchen Gedanken und schon gar nicht deswegen verrückt. Solche Suizidgedanken können auch unabhängig von einer Depression, während Umbruchphasen und Lebenskrisen auftreten, wenn du dir plötzlich nicht mehr sicher bist, was du fühlst, kannst, willst und wie es weitergehen soll. Zögere nicht, beim Auftreten von Suizidgedanken die Hilfe in Anspruch zu nehmen, die du brauchst, um einen Ausweg zu finden – denn bereits das Suchen von Unterstützung kann dein Gefühl der Stärke und Selbstbestimmung kräftigen. Wir glauben an dich!

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