Stress bei Mann und Frau (digitalanders)



Stress bei Mann und Frau 

Männer sind anders, Frauen auch. Dieses Sprichwort bringt es auf den Punkt. Der jeweils andere ist anders, denkt anders, fühlt anders, kommuniziert anders, reagiert anders. Wer also von sich auf den anderen schließt, läuft akut Gefahr, Missverständnisse zu provozieren. Wir zeigen die Unterschiede bezüglich Stress bei Mann und Frau auf.



So verbesserst du die Kommunikation zwischen Mann und Frau bei Stress

Kommunikation ist das, was beim anderen ankommt. Mann und Frau haben hier häufig sehr unterschiedliche Muster und verschiedene Vorstellungen. Gerade bei der Kommunikation entscheidet sich, ob Mann die Frau versteht oder nicht und umgekehrt. 

Hier sind die wichtigsten Punkte, welche Unterschiede zu negativen Auswirkungen in der Beziehung führen können. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Erklärungen verallgemeinert und exemplarisch sind  – doch selbst bei aufgeklärten, modernen, emanzipierten Paaren treffen viele Punkte zu. Diese müssen nicht automatisch auf dich zutreffen!  

  • Kommunikationsziel
  1. Mann ist eher sachbezogen, Frau kommuniziert vermehrt auf der Gefühls- oder Beziehungsebene. 
  2. Frau möchte am liebsten Gefühle ausdrücken – er hat auf dieser Ebene häufig weniger feine Rezeptoren, was Frau das Gefühl gibt, Mann würde nicht zuhören. 
  3. Männer müssen lernen, Frauen zu verstehen und in ihren Gefühlen zu unterstützen. 
  4. Frauen sollten lernen, die Innenwelt eines Mannes zu verstehen, selbst wenn er nicht darüber spricht – auch wenn das schwierig ist.
  • Kommunikationsverhalten
  1. Auch hier befinden sich Mann und Frau häufig auf unterschiedlichen Ebenen. 
  2. Männer suchen naturgemäß als erstes nach Problemlösungen
  3. Frauen möchten, dass der Mann das Problem emotional versteht. Sie erwartet Mitgefühl, Verständnis und Aufmerksamkeit
  4. Männer sollten wissen, dass es häufig genügt, zuzuhören. Die vermeintliche Problemlösung können Sie sich lieber sparen oder später einem Kollegen oder Freund erzählen.
  • Kommunikationsstil
  1. Männer sind eher rational. Sie denken intensiv über ein Problem nach und reden dann darüber. Sollte er das Problem noch nicht vollständig erörtert haben, schweigt er lieber. 
  2. Bei Frauen kann das manchmal gegenteilig sein: Sie erörtert ein Problem redend und kommt so dem Problem näher. 
  3. Wichtig ist: beide Wege führen zum Ziel! 
  4. Frauen sollten Männern die Freiheit lassen, nicht zu reden, wenn sie noch nicht dazu bereit sind. 
  5. Männer sollten Frauen reden lassen, auch wenn das Ziel noch nicht in Sicht ist. 



Kooperiere – auch wenn´s stressig in der Partnerschaft läuft

Wie gehst du mit dem anderen Geschlecht um? Wie interpretiert Mann sein Umfeld und wie sieht Frau die Welt um sich herum? Männer haben leider immer noch häufig eine archaische Einstellungund möchten den größten Büffel erlegen, während Frauen versuchen, eine schöne Atmosphäre zu schaffen und Harmonie herzustellen. 

  • Interaktionsstil
  1. Bei Männern steht häufig der Wettkampf im Vordergrund. Ihm geht es um Konkurrenz. Er will siegen. 
  2. Frauen hingegen interagieren, indem sie Gemeinsamkeiten suchen und sich in Verbundenheit üben.



So lösen Frauen und Männer Probleme in Stresssituationen

Viele Männer sind Einzelkämpfer, während die meisten Frauen stets darauf achten, ob jemand Hilfe benötigt. Männer sind eher rational. Frauen intuitiv. 

  • Unterstützung
  1. Viele Männer sehen, wenn jemand Hilfe benötigt. Sie helfen aber erst, wenn sie darum gebeten werden. 
  2. Frauen spüren die Bedürfnisse anderer intuitiv und helfen – häufig auch ungefragt, was bei Männern zu Irritationen führen kann. Frauen versuchen meist unterstützend zu agieren und sind daher häufig über männlichen Starrsinn entsetzt.
  • Problemlösung
  1. Männer lösen ihre Probleme am liebsten alleine. Alles andere würden sie als Schwäche empfinden. Er erwartet auch keine Ratschläge und fühlt sich am besten, wenn er das Problem alleine bewältigt hat. 
  2. Frauen geht es häufig nicht primär um Problembewältigungen, sondern um emotionale Nähe der von dem Problem betroffenen Personen. 
  3. Männer sollten daher unbedingt lernen, Frauen zuzuhören und im richtigen Moment unaufgefordert Hilfe und Zuneigung anbieten.
  • Stressbewältigung
  1. Männer suchen die Lösung in der Konzentration. 
  2. Frauen hingegen suchen selten zuerst die Lösung, sondern wollen dem Thema emotional näherkommen. 
  3. Männer finden häufig, dass Frauen kompliziert sind und zu viel über Nichtigkeiten reden. 
  4. Frauen hingegen fühlen sich schnell vernachlässigt und ignoriert, weil die Männer aufhören zuzuhören. 
  • Frauen lösen Probleme emotional, Männer rational. Beide Wege führen nach Rom!



Lebe eine stressfreie Beziehung

Wenn´s läuft, sind Männer zufrieden. Frauen denken eher an die Zukunft und sehen, was noch verbesserungswürdig ist. Das verleiht Männern häufig das Gefühl, nicht gut genug zu sein und Frauen wundern sich, dass der Mann wieder kein Wort spricht. Beide dürfen ihre Ansprüche herunterschrauben. 

  • Beziehung und Entwicklung
  1. Die meisten Männer wollen in Ruhe gelassen werden. Sie erwarten, dass sie akzeptiert werden, wie sie sind. 
  2. Frauen hingegen möchten Männern bei ihrer Entwicklung helfen. Sie sind an spirituellem und mentalem Wachstum interessiert. Daher fühlen sich Männer häufig kontrolliert und denken, dass Frau ihn verändern möchte.
  • Streitstrategie
  1. Bei beiden Geschlechtern gibt es ungünstige Verhaltensweisen, die keineswegs zu einer Lösung des Streits beitragen. 
  2. Bei Männern sind diese Strategien Kämpfen und Einschüchtern. Hiermit zerstören sie immer das Vertrauen ihrer Partnerin. 
  3. Bei Frauen sind zerstörerische Strategien das Ignorieren von Problemen oder der krampfhafte Versuch, nach außen den Schein zu wahren, dass alles in Ordnung wäre. Frauen erfahren hierdurch einen Identitätsverlust.
  • Liebe

Selbst das höchste Gut einer Beziehung wird von Mann und Frau unterschiedlich interpretiert: 

  1. Für Männer ist Liebe frei und selbstlos. Der Begriff „Liebe schenken“ trifft das innere Gefühl am besten. 
  2. Für Frauen bedeutet Liebe, jemanden an ihrer Seite zu haben, der für sie da ist – insbesondere, wenn sie sich nicht wohl fühlt. Dann ist Frau sofort bereit, alles für die Liebe zu tun und zu geben.
  • Anerkennung
  1. Männer erwarten bei großen Aufmerksamkeiten oder Gefallen auch große Anerkennung. Für die meisten Frauen gibt es keine großen oder kleinen Aufmerksamkeiten. Ein Gefallen ist ein Gefallen. Wenn Männern etwas missfällt, merken sie sich das. Der Kontostand zwischen Gefallen und Missfallen sollte mindestens ausgeglichen sein. 
  2. Die meisten Frauen hingegen führen solche Kontostände gar nicht. Sie geben auch dann noch, wenn das Konto bereits tief im Minus ist.



Männer brauchen Ziele, Frauen suchen Motivation

Den meisten Männern geht es um Leistung und Anerkennung. Sie haben ein klares Ziel und möchten dieses unter allen Umständen erreichen. Frauen ist dagegen Harmonie sehr viel wichtiger. Ziele auf Kosten der Beziehung oder gar der Liebe zu erreichen, ist für sie undenkbar. 

  • Interessen
  1. Vielen Männern geht es vor allem um Erfolg – greifbaren Erfolg. 
  2. Frauen sind viel mehr an persönlicher Entwicklung interessiert. Sie interessiert – neben tausend anderen Dingen – Harmonie, Schönheit oder Spiritualität.
  • Ausrichtung

Grundsätzlich gilt: Männer beschäftigen sich mit Gegenständen, Frauen mit Menschen und Gefühlen. 

  1. Männer sind daher zielbewusst, Frauen beziehungsbewusst. 
  2. Männer können gut ohne Gefühle leben, Frauen haben das Gefühl, ohne Emotionen zu sterben.
  • Ziele
  1. Männern geht es ums Ergebnis. Never change a winning team. 
  2. Frauen geht es um die Entwicklung. Es gibt nichts, das nicht weiter verbessert werden könnte.
  • Bedürfnisse
  1. Den meisten Männern geht es um Anerkennung. Sie erwarten, dass die Partnerin ihnen vertraut und sie akzeptiert. Sie werden auch gerne bewundert – ein bisschen Zustimmung und Ermutigung tut den meisten Männern wirklich gut.
  2. Frauen geht es fast immer um Wertschätzung und Respekt. Sie erwarten von ihrem Partner Fürsorge, Verständnis und Sicherheit.



Fazit: Legt alte Muster ab, und stresst euch weniger

Diese Punkte sind Verallgemeinerungen und treffen sicherlich nicht auf alle Mann/Frau-Beziehungen zu. Studien haben aber gezeigt, dass es bei einem Großteil der Partnerschaften in der westlichen Welt genau so aussieht. Bei aller Emanzipation und Gender-Debatte gelten in vielen Beziehungen weiterhin die altbekannten Muster aus der Steinzeit. Und niemand kann sich davon freimachen, ab und zu in diese Strukturen zu verfallen.

Heute kann es auch vorkommen, dass Mann und Frau die Rollen tauschen. Dann ist sie diejenige, die Sachen regelt und er derjenige, der für den Gefühlshaushalt zuständig ist. Aber auch dann können beide Partner aus den oben aufgezählten Punkten für sich und ihre ganz persönlichen Muster lernen.

Der wichtigste Schritt ist immer, dass sich beide über ihre Unterschiede (auch in Bezug auf Stress) im Klaren sind und Vorschläge akzeptieren, wie du positiv auf die Unterschiede des Partners oder der Partnerin eingehen kannst. 

Liebe ist: den anderen wohlwollend zu interpretieren.