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Habe ich ein Alkoholproblem?

Alkohol zu trinken, gehört für viele Menschen zum Alltag dazu. Wie oft und wie viel Alkohol getrunken wird, ist dabei unterschiedlich – so auch die Ansicht darüber, wann Alkoholkonsum ein Problem darstellt. Was macht Alkohol also zum Problem und woher weißt du, ob du ein Alkoholproblem hast?

Was ist ein Alkoholproblem?

Ganz allgemein besteht ein Problem dann, wenn etwas nicht so ist, wie es unserer Meinung nach sein sollte. Kommt uns irgendwann der Gedanke, dass wir mehr Alkohol trinken, als es uns guttut, stellen wir an uns selbst gewissermaßen ein „Alkoholproblem” fest. Es ist auch möglich, dass andere uns darauf ansprechen und Bedenken über unseren Alkoholkonsum äußern. Wenn diese Personen uns wichtig sind und einen Einfluss auf uns haben, geraten wir vermutlich selbst ins Grübeln, ob wir tatsächlich ein Alkoholproblem haben könnten.

Alkoholkonsum als Gewohnheit 

Die wenigsten Menschen trinken von heute auf morgen regelmäßig zu viel Alkohol. Ein Alkoholproblem entwickelt sich schleichend und wird letztendlich erst zum handfesten Problem, wenn wir feststellen, dass es uns in der Tat schwerfällt, weniger Alkohol zu trinken oder der Konsum negative Folgen für uns nach sich zieht. Hier kann das Alkoholproblem bereits in eine Alkoholabhängigkeit übergegangen sein.

Alkoholproblem und Alkoholabhängigkeit

Während von einem Alkoholproblem bereits gesprochen werden kann, wenn wir eine bloße Abweichung vom Ist-Soll-Zustand an uns bemerken, ist Alkoholabhängigkeit eine konkrete Diagnose. Damit die Diagnose Alkoholabhängigkeit gestellt werden kann, müssen mindestens 3 der folgenden Kriterien über den Zeitraum von mindestens einem Monat (oder wiederholt innerhalb eines Jahres) erfüllt sein:

  • Eine Art innerer Zwang Alkohol zu trinken
  • Mangelnde Kontrolle darüber, wann / wie lange / wie oft Alkohol getrunken wird
  • Entzugssymptome, wenn kein Alkohol getrunken wird
  • Es muss stetig mehr Alkohol getrunken werden, um dieselbe Wirkung zu erzielen
  • Andere Interessen werden aufgrund des Alkoholkonsums vernachlässigt
  • Trotz bereits schädlicher Folgen wird weiterhin Alkohol getrunken

Mehr zum Thema Alkoholabhängigkeit findest du auch in unserem Blogartikel: Ab wann ist man Alkoholiker?

Wie viel Alkohol darf man denn trinken?

Abgesehen von deinem eigenen Empfinden und den Meinungen der Personen um dich herum, ist es im Hinblick auf ein Alkoholproblem gut zu wissen, wie viel Alkohol pro Tag und Woche unter einen sogenannten „risikoarmen Konsum” fällt. So lange eine bestimmte Alkoholmenge nicht überschritten wird, kann nämlich davon ausgegangen werden, dass die Wahrscheinlichkeit negativer körperlicher und psychischer Auswirkungen bei einem gesunden Menschen gering bleibt. 

Das Robert Koch Institut und die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen legen sich dabei auf folgende Obergrenze fest: 

Für erwachsene Männer liegt diese Grenze bei 20 bis 24 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht zum Beispiel zwei kleinen Bieren oder 0,2l Wein) und für erwachsene Frauen bei 10 bis 12 Gramm Alkohol pro Tag (ca. ein kleines Bier oder 0,1l Wein). Zusätzlich sollten zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden.

Möchtest du weniger Alkohol trinken?

In einem ersten Schritt kann es sehr aufschlussreich sein festzustellen, warum und in welchen Situationen du Alkohol trinkst. Einige Menschen trinken zum Beispiel gern im Beisein anderer. Andere trinken Alkohol, um unangenehme Gefühle zu vermeiden. Weitere typische Gründet kannst du auch in unserem Blogartikel zum Thema Trinkmotive nachlesen 

Vielleicht könntest du dich auch für unser Online-Kurs Weniger Alkohol trinken interessieren. Darin erwarten dich viele hilfreiche Strategien, um deine Ziele in Bezug auf einen bewussten und risikoarmen Alkoholkonsum zu erreichen. So lernst du, wie du selbst aktiv werden kannst, damit es erst gar nicht zu einem Alkoholproblem kommt.

Für einen gesunden Umgang mit Alkohol: Unser HelloBetter Kurs Weniger trinken unterstützt dich dabei, deinen Alkoholkonsum zu reduzieren.

ZUM KURS

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Autorin:
Victoria Bindrum Psychologin
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