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Was hilft bei Unzufriedenheit?

Und sie lebten glücklich und zufrieden, bis ans Ende ihrer Tage – leider klappt das nur im Märchen. Da wir keine Märchenfiguren, sondern echte Menschen sind, erleben wir immer wieder Unzufriedenheit. Doch warum ist das eigentlich so und was können wir tun, wenn wir uns ständig unzufrieden fühlen?

Was ist eigentlich Unzufriedenheit?

Unzufriedenheit ist ein unangenehmes Gefühl, das uns häufig dazu drängt, etwas verändern zu wollen. Wir können insgesamt unzufrieden sein – und wissen manchmal gar nicht, woran das liegt – oder wir sind in einzelnen Lebensbereichen unzufrieden, zum Beispiel mit unserem Job oder in der Partnerschaft. Unzufriedenheit erleben wir einerseits als Gefühl, andererseits äußert sie sich auch in unseren Gedanken. Häufig denken wir darüber nach, was nicht so ist, wie wir uns das vorstellen, was wir uns eigentlich wünschen und wie wir das erreichen können. Unzufriedenheit kann daher auch mit innerer Unruhe einhergehen. 

Woher kommt Unzufriedenheit?

Du kannst Unzufriedenheit nur erleben, wenn du das Gefühl kennst, zufrieden zu sein. Unzufriedenheit hat tatsächlich viel damit zu tun, dass unsere Zufriedenheit – unser Glückslevel sozusagen – gesunken ist. Das hat mit unserer Biologie zu tun. 

Stecken wir in einer zufriedenen Phase, wird zum Beispiel der Botenstoff Dopamin in unserem Gehirn ausgeschüttet. Es durchströmen uns kleine Wellen des Glücks, wenn wir zum Beispiel daran denken, wie wundervoll unser Partner oder unsere Partnerin ist. Vielleicht bekommen wir auch viel Lob im Job oder wir sind im Urlaub und erfreuen uns an der Sonne. 

Leider bleibt das nicht ewig so und daraus erwächst unsere Unzufriedenheit: Entweder die Umstände verändern sich und gefallen uns nicht mehr so gut oder unser Erleben verändert sich mit der Zeit. Sind wir länger im Urlaub, gewöhnen wir uns an den Traumstrand und unser Partner oder unsere Partnerin, ist zwar immer noch prima, aber das ist nichts Neues mehr. Unzufriedenheit schleicht sich ein, statt kleine Wellen des Glücks herrscht Ebbe. Wie blöd.

Was kann ich tun, wenn ich unzufrieden bin?

Wenn du die Unzufriedenheit nicht durchschaust, kann es dir passieren, dass du deine Lebensumstände dauernd veränderst oder nahezu pausenlos Neues brauchst, um auf der nächsten Glückswelle zu surfen. Das hilft gegen die Unzufriedenheit, ist aber ganz schön anstrengend und du läufst Gefahr, Menschen oder Lebensumstände zu verlassen, die dir vielleicht langfristig – immer wieder – guttun würden.

Ein anderer Weg, um mit Unzufriedenheit umzugehen, ist dir zunächst bewusst zu machen, woher sie kommt. Anstatt zu denken: „Irgendwie fehlt mir etwas, das ist alles doof, ich bin unzufrieden”, kannst du dich zum Beispiel fragen: „Kann es sein, dass ich mich an das Gute in meinem Leben einfach schon gewöhnt habe?” 

Was uns zu einer sehr guten Strategie führt.

Dankbarkeit bei Unzufriedenheit

Sich an das Gute im eigenen Leben zu gewöhnen, ist ganz normal. Das passiert jedem Menschen automatisch, wenn er nicht gegensteuert. Das funktioniert, indem wir uns das Gute immer wieder Bewusstmachen, zum Beispiel durch Dankbarkeit. Du kannst dankbar für alles Mögliche sein: Deine Gesundheit, deine Kinder, deinen Job, deine Wohnung, für das fließende Wasser aus der Leitung, Supermärkte, in denen wir uns so viele leckere Lebensmittel kaufen können – du kannst sogar dankbar für die Luft sein, die du atmest. Es gibt mit Sicherheit viele kleine und große wundervolle Dinge in deinem Leben. Wenn du jeden Tag nur drei notierst und darauf achtest, dass du dabei Dankbarkeit empfindest, schaffst du dir deine eigene tägliche kleine Welle des Glücks. Probier es aus!

Wenn du unter chronischer Unzufriedenheit leidest, das heißt das Gefühl hast, ständig unzufrieden zu sein, fällt es dir vielleicht zunächst schwer Dinge zu finden, für die du dankbar bist. Vielleicht fällt es dir leichter, an gute Dinge in der Vergangenheit zu denken und für diese dankbar sein. Was ist gut gelaufen? Was hat dir Freude gebracht oder vielleicht eine Weiche richtig gestellt?

Unzufriedenheit als Antrieb

Und sie übten Dankbarkeit bis ans Ende ihrer Tage – vielleicht bist du skeptisch und fürchtest, deine Motivation zu verlieren, wenn die Unzufriedenheit abnimmt. Vielleicht nimmt sie auch gar nicht deutlich ab, weil es eine ganz konkrete Situation oder einen Umstand gibt, der Unzufriedenheit in dir auslöst. Neben der Dankbarkeit, kannst du Unzufriedenheit natürlich als Motor benutzen. Das geschieht, indem du dich zum Beispiel fragst: Was möchte und kann ich konkret verändern? Durch welche Lösung würde sich mein Gefühl verbessern? 

Eine schöne Übung um die Unzufriedenheit als Antrieb für Veränderung zu nehmen, ist die Zufriedenheitstorte. 

Übung

Die Zufriedenheitstorte

Schreibe dir für diese Übung alle Bereiche deines Lebens auf, die für dich von Bedeutung sind, zum Beispiel Job, Liebe & Partnerschaft, Familie & Freundschaften, Hobbys, Umfeld & Wohnung, Zeit für mich. Zeichne nun eine Torte und lass, je nach deiner Zufriedenheit, die Tortenstücke entsprechend groß sein. Ein schmales Stück bedeutet, deine Zufriedenheit ist nicht besonders hoch, ein Riesenstück heißt: rundum zufrieden! Benutze am besten einen Bleistift und einen Radiergummi, um deine Einteilung beliebig verändern zu können.

Am Ende geht es darum, mal einen Überblick zu haben, in welchen Bereichen du deine Zufriedenheit noch verbessern kannst und konkrete Pläne schmieden zu können. Was genau stört dich in diesem Bereich? Was kannst du in den jeweiligen Bereichen deines Lebens ändern, um zufriedener zu werden? Schreibe es am besten unter deine Torte.

Pläne in die Tat umsetzen

Falls bei deinen Plänen bestimmte Probleme auftauchen, die deine Zufriedenheit trüben oder deine Pläne (bisher) durchkreuzen, könnte dich auch unser Artikel Stress abbauen interessieren. Darin stellen wir dir zwei effektive Wege vor, mit denen du Probleme lösen oder sie besser akzeptieren kannst.

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