Stress in der Familie vermeiden (digitalanders)



So vermeidest du Stress in deiner Familie

Mehr als 50 Prozent der Deutschen sagen, dass Sie Stress in der Familie erfahren. Gehörst du dazu? Dann prüfe, welche Ursachen der Stress bei dir hat und nutze diese Hinweise und Tipps für deine Familie.



Diese Symptome sind Alarmzeichen für krankhaften Familienstress

Wenn einer der folgenden fünf Punkte auf dich zutrifft, ist es Zeit, etwas zu tun:

  • Du reagierst gereizt
  • Du hast schlechte Laune
  • Du schimpf vermehrt mit deinem Partner oder den Kindern
  • Du schläfst schlecht
  • Du wirst krank



17 Tipps, wie du Stress in der Familie vermeiden kannst

Du kannst aktiv lernen, Familienstress besser zu bewältigen, um ein zufriedenes und gesundes Leben zu führen. Hier sind ein paar Tipps, wie du dir Stress vom Leibe hältst:

  1. Fehlende Kommunikation kann Stress verursachen. Nimm dir in der Familie ausreichend Zeit, über kleine Störfaktoren, Probleme, Ängste und Nöte miteinander zu sprechen. Nutze eine gemeinsame Mahlzeit pro Tag, um euch auszutauschen. Sprich auch über Ereignisse, die dich sehr belasten. Dazu zählen Themen wie den Tod einer nahestehenden Person oder Krankheiten. Zögere nicht – oft hilft auch eine professionelle Hilfe. Frage dafür deinen Hausarzt, er wird dir helfen. 
  2. Aufgaben bündeln – putzt gemeinsam, arbeitet zusammen im Garten. Entwerft einen Wochenplan, um das Aufgabenpensum besser zu strukturieren. Verteilt Aufgaben gerecht unter allen Familienmitgliedern auf. Auch kleinteilige Aufgaben nehmen in Summe viel Zeit ein. 
  3. Effizienz ist das Zauberwort. Eine wichtige Voraussetzung hierfür: Lerne, deine Zeit vernünftig einzuteilen. Achte darauf, dass du Team-Building in der Familie betreibst und Aufgaben gebündelt abarbeitest. Prüfe, wann eine Aufgabe erledigt werden muss. Nicht alles muss sofort erledigt werden!
  4. Im Vorfeld von Feiertagen oder Familienfesten muss einiges vorbereitet werden. Bei großen Ereignissen, wie runden Geburtstagen, Taufen, Hochzeiten oder einer Trauerfeier ist es sinnvoll, Lokalitäten zu buchen und Profis zu beauftragen. So kannst du dir viel Arbeit abnehmen lassenund bereitest Entscheidungsgrundlagen vor, die dir die Vorbereitung erleichtern und stressfreier machen.
  5. Greife für Feiertage auf Traditionen zurück. Es hat seinen Grund, warum wir Dinge immer wieder gleich machen. Routine bedeutet bessere Planung und Vorbereitung und bereitet weniger Stress. 
  6. Versuche stets, eine positive Grundeinstellung zu behalten – egal, was passiert. Sei optimistisch und wohlwollend und stecke damit alle Familienmitglieder an.
  7. Akzeptiere, dass es Situationen gibt, die du nicht kontrollieren kannst: Wasserrohrbrüche, Unfälle und Verletzungen oder Krankheiten.
  8. Vermeide Aggression. Bleibe bestimmt, klar und deutlich. Ordne für dich deine Gefühle, Glaubenssätze und Meinungen ein, anstatt wütend oder passiv zu werden. 
  9. Übe dich in Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Tai-Chi. Nimm dir unbedingt Zeit, Anspannung in Entspannung zu verwandeln.
  10. Trainiere Körper und Geist regelmäßig – gerne gemeinsam mit deiner Familie. Wer fit ist, kann auch besser mit Stress umgehen.
  11. Achte auf genügend Ruhe und Schlaf. Dein Körper muss sich von stressigen Veranstaltungen wie Kindergeburtstagen erholen können und dürfen.
  12. Die Ernährung für die ganze Familie sollte gesund und ausgewogen sein. Ein Erwachsener sollte täglich 500 Gramm Gemüse als Hauptbestandteil einer guten Ernährung essen. Nüsse, Kerne, Samen, Bananen, Haferflocken, Grünes Gemüse und Fisch liefern zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe. Diese unterstützen die Gedächtnisleistung sowie die Konzentrationsfähigkeit und wirken sich zudem positiv auf den für die Stressempfindung verantwortlichen Hormonhaushalt aus.
  13. Finger weg von Alkohol, Zigaretten und anderen Drogen oder zwanghaftem Verhalten, um Stress zu reduzieren.
  14. Achte auf deine Work-Life-Balance: Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen allen Dingen, die du erledigen musst und der Zeit, die du genießen kannst, um deinen Akku wieder aufzuladen. Schaffe dir Freiraum für Hobbys, Entspannung, Freunde und alles, was dir guttut. 
  15. Setze dir und der ganzen Familie Grenzen und lerne, auch mal “Nein” sagen zu können. Halse dir nicht unnötig Stress auf, wenn du sowieso schon am Limit bist.
  16. Sei deinen Kindern ein gutes Vorbild und als Familie ein Team – das wird sich auf Dauer auszahlen!
  17. Wenn nötig, schrecke nicht vor professioneller Hilfe zurück und suche einen Familientherapeuten, -Psychologen, Mental-Coach oder Familienmanager auf, der dir einen gesünderen Weg mit weniger Stress in der Familie ebnet.



Plötzlich Eltern? Weitere Anti-Stress-Tipps für Familien mit Kindern

Jede Familie muss sich zur Geburt eines Kindes neu finden. Diese Tipps helfen dir, den Start als (größere) Familie zu meistern: 

  • Elternzeit: Der Start ist einfacher, wenn beide Partner zu Hause sind und sich unterstützen. Ein längerer Urlaub oder Elternzeit helfen.
  • Schlaf: Achtet darauf, dass ihr als Eltern ausreichend Schlaf findet. Schlafmangel ist ein häufiger Auslöser für Stress.
  • Großeltern: Familienmitglieder helfen gerne und gehen nachmittags sicherlich mit dem Baby spazieren. Für euch als Eltern die passende Gelegenheit, etwas für euch zu tun oder zur Ruhe zu kommen.
  • Essen liefern lassen: Bestellt Essen. In manchen Städten gibt es auch Lieferdienste für Getränke und Lebensmittel. Damit spart ihr viel Zeit.
  • Babybesuche: Schlecht organisierte Babybesuche enden oft im Chaos. Ladet nicht zu viele Freunde in zu kurzer Zeit ein. Ein passendes Geschenk: Essen und Getränke! Das erspart die Vorbereitung.
  • Gleichgesinnte finden: Seid euch sicher – andere Eltern haben die gleichen Probleme! Tauscht euch aus und profitiert von den Erfahrungen anderer. Ihr werdet merken: auch ihr macht vieles richtig und könnt wertvolle Tipps geben.



Worauf du achten solltest, wenn´s in der Familie knirscht

  • Ausreichend Kommunikation – sprich offen über Störfaktoren, Probleme und Ängste.
  • Nutzt gemeinsame Mahlzeiten, um euch auszutauschen.
  • Passiert etwas Unvorhergesehenes – holt Freunde oder Verwandte zu euch.. Zögert nie, auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Feiertage und Familienfeste – greift auf Traditionen zurück. Es hat seinen Grund, warum wir Dinge immer wieder gleichmachen. Routine bedeutet bessere Planung und Vorbereitung und sorgt für minimalen Stress.
  • Bei Großereignissen – Profis beauftragen.



Permanent gestresst? So erkennst und minderst du chronischen Familienstress

Wenn du bereits morgens mit einem Stress-Gefühl aufwachst, sich dieses Gefühl tagsüber nicht verändert und du abends mit diesem Gefühl schlafen gehst, sind das eindeutige Zeichen, dass dein Stress chronisch geworden ist.

Chronischem Familienstress kannst du entgegenwirken, indem du zuerst deinen Familien-Alltag analysierst: fast immer sind deine Tage mit zu vielen Aufgaben versehen, die Kommunikationen mit Familienmitgliedern ist eingeschlafen oder einzelne Familienmitglieder sorgen für Ärger und damit Stress. 

Führe eine kleine Stress-Analyse mit dir selbst durch. Nimm dir ein großes Blatt und zeichne eine Tabelle mit den Spalten “Datum”, “Uhrzeit”, “Stress-Ursache”. Fülle die Tabelle immer dann aus, wenn du dich im Familienalltag gestresst fühlst. Schreibe auf, wann und wodurch du gestresst bist. Versuche, nach einer Woche ein Fazit zu erstellen. Stress-Situationen, die sehr häufig auftreten und für dich eine hohe Belastung bedeuten, solltest du zuallererst angehen. In dem Absatz “Tipps, wie du Stress in der Familie vermeidest”, kannst du erste Lösungsansätze für Stresssymptome finden.



Stress in der Schwangerschaft: Gefahren und was du dagegen tun kannst

Bis zu einem gewissen Punkt ist Stress in der Schwangerschaft kein Problem. Das Ungeborene kann damit gut umgehen. Problematisch wird es, wenn du dauerhaft sehr viel Stress hast. Das kann im schlimmsten Fall zu einer Frühgeburt führen oder dafür sorgen, dass dein Kind ein zu geringes Geburtsgewicht hat. Folgendes kannst du aber bereits jetzt vorsorglich beachten und umsetzen:   

  • Pausen für deinen Körper: Gönne dir tagsüber und abends Ruhepausen. Du hast  als Schwangere ein Anrecht auf einen Ruheraum bei der Arbeit. Habe kein schlechtes Gewissen gegenüber Arbeitskollegen: Du tust es nicht nur für Dich, sondern vor allem für dein ungeborenes Baby!
  • Lasse dich verwöhnen: Entspanne bei einer Massagegönne dir eine Auszeit in der Badewanne oder im Thermalbad.
  • Fülle mit guten Lebensmitteln deinen Nährstoffspeicher.
  • Treibe Sport: Nutze Sportprogramme für Schwangere wie Yoga.
  • Solltest du trotzdem fortwährend unter zu großem Stress leiden, besprich dieses Problem unbedingt mit deinem Gynäkologen. Er wird dich unterstützen, krankschreiben oder eventuell sogar mit einem Berufsverbot belegen.

Sei dir sicher: Diese Probleme beschäftigen fast alle Paare – und sei ebenso sicher: Auch du wirst gute Antworten auf all diese Fragen finden! 



Wie du Stress mit der Schwiegermutter vermeidest

Deine Schwiegermutter ist die Mutter deines Partners und mit ihm eng verbunden. Rückblickend hat deine Schwiegermutter bei der Erziehung selbst sicherlich nicht alles – aber hoffentlich doch vieles richtig gemacht. Aus dieser Perspektive ist das Einmischen der Schwiegermutter in die Erziehung deiner Kinder oder deine Beziehung zu verstehen. Damit möchte Sie Ihrer Familie nicht schaden, sondern helfen.

Heute gibt es aber neue wissenschaftliche Erkenntnisse und andere Erziehungsmethoden. Versuche deshalb, diesen vermeintlichen Einmischungen entspannt zu begegnen. Löse Spannungen durch eine wertschätzende und offene Kommunikation. Bedanke dich bei der Schwiegermutter für Ihren Rat. Sie möchte schließlich nur das Beste für dich und dein Kind. Binde deine Schwiegermutter dafür in Themen ein, bei denen du tatsächlich Ihren Rat brauchst. Das reduziert die Situationen, in denen sie ungefragt Ihren Rat gibt. 

  • Kommunikation: Kommuniziere wertschätzend und offen.
  • Dankbarkeit: Bedanke bei der Schwiegermutter für Ihren Rat. Sie möchte damit nur das Beste für dich und dein Kind.
  • Bindung: Binde deine Schwiegermutter bei Themen ein, bei denen du tatsächlich Ihren Rat brauchst. Das reduziert die Situationen, in denen sie ungefragt Ihren Rat gibt.

Bei pikanten Themen solltest du deine Partnerin / deinen Partner involvieren, schließlich ist sie / er das Kind deiner Schwiegermutter und hat dadurch eine andere Position, aus der kommuniziert wird. Ist der Konflikt zu tiefgreifend, hole dir externe Hilfe: Gehe zu Familienberatungsstellen und bitte um einen Beratungstermin, in dem du sein Problem thematisierst. 



Friedliches Miteinander mehrerer Generationen unter einem Dach

Viele Familien leben mit mehreren Generationen in einem Haus. Wenn du diese Tipps beachtest, steht einem harmonischen Miteinander nichts im Weg: 

  • Rückzugsorte

Jeder braucht mal Zeit für sich – auch du! Es ist wichtig, dass du für jedes Familienmitglied Rückzugsorte schaffst. 

  • Kommunikation

Sprich Störpunkte zeitnah an, damit dein Gegenüber weiß, was dich stört und entsprechend damit umgehen kann.

  • Feste Zeiten

Kanalisiere Besuche auf Zeiten, die dir passen. Dadurch garantierst du, euch regelmäßig zu sehen und das gute Klima beizubehalten.